Du hast deine Domain registriert – super! Wunschdomain gesichert, Website im Aufbau, E-Mail-Adressen eingerichtet. Doch es gibt eine oft übersehene, aber wichtige Anforderung, die alle Inhaber bestimmter Domainendungen betrifft: die ICANN Registrant Verifiation.

Inhaltsverzeichnis

Deine perfekte Domain — mit nur einem Klick

Du willst online durchstarten? Bei easyname findest du über 480 Domain-Endungen — von klassischen .com und .at bis zu kreativen Spezialdomains. Finde in Sekunden deine Wunschadresse, sicher dir deinen Namen und mach dein Projekt sichtbar.

Seit 2014 gilt für generische Top-Level-Domains wie .com, .net oder .org eine Verifizierungspflicht, die viele Domain-Inhaber überrascht – und manchmal auch verunsichert. Plötzlich landet eine E-Mail im Postfach, die zur Bestätigung der Kontaktdaten auffordert. Ist das seriös? Muss ich da wirklich draufklicken? Und was passiert, wenn ich's ignoriere?

In diesem Artikel erklären wir dir, was die ICANN-Verifizierung ist, warum sie eingeführt wurde, wann sie greift und wie du damit richtig umgehst. So bist du vorbereitet, wenn die Verifizierung fällig wird – und kannst deine Domain sicher und ohne böse Überraschungen verwalten.

Was ist die ICANN Registrant Verification?

Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) ist die Organisation, die weltweit für die Verwaltung des Domain-Namen-Systems verantwortlich ist. Seit dem 1. Januar 2014 schreibt die ICANN vor, dass alle Domain-Anbieter die Kontaktdaten von Domain-Inhabern auf Echtheit überprüfen müssen. Diese Regelung gilt für sogenannte generische Top-Level-Domains (gTLDs) – das sind Domainendungen wie .com, .net, .org, .biz, .info und viele der neueren Endungen wie .shop, .blog oder .online.

Die österreichische Endung .at oder andere länderspezifische Domains (ccTLDs) wie .de oder .ch sind von dieser ICANN-Regelung nicht betroffen, da sie von den jeweiligen nationalen Registrierungsstellen verwaltet werden.

Warum gibt es diese Verifizierung?

Die ICANN-Verifizierung verfolgt mehrere wichtige Ziele:

Aktualität der Kontaktdaten: Domains sind wertvolle digitale Assets. Die hinterlegten Kontaktdaten sollen sicherstellen, dass du als rechtmäßiger Inhaber im Bedarfsfall erreicht werden kannst – etwa bei technischen Problemen, rechtlichen Fragen oder bei einem anstehenden Domain-Transfer.

Bekämpfung von Betrug: Falsche oder gefälschte Inhaberdaten werden häufig bei betrügerischen Aktivitäten verwendet. Die Verifizierung soll es Betrügern erschweren, Domains unter falschen Angaben zu registrieren.

Rechtssicherheit: Korrekte Inhaberdaten sind die Grundlage für die eindeutige Zuordnung von Domains. Das ist besonders wichtig bei Domain-Streitigkeiten oder rechtlichen Auseinandersetzungen.

Transparenz im Internet: Die ICANN möchte mit dieser Maßnahme ein transparenteres und vertrauenswürdigeres Internet fördern, in dem nachvollziehbar ist, wer hinter einer Domain steht.

Wann erhältst du eine Verifizierungs-E-Mail?

Eine ICANN-Verifizierungs-E-Mail wird in folgenden Situationen ausgelöst:

  1. Neuregistrierung mit unverifizierten Kontaktdaten: Wenn du eine gTLD neu registrierst und die hinterlegte E-Mail-Adresse noch nie verifiziert wurde – etwa bei deiner allerersten Domain-Registrierung oder wenn du eine neue, bisher ungenutzte E-Mail-Adresse verwendest.
  2. Domain-Transfer: Wenn du eine Domain von einem anderen Anbieter zu easyname transferierst und die Inhaber-E-Mail-Adresse dort noch nicht verifiziert war.
  3. Änderung der Inhaberdaten: Bei jeder Anpassung der Inhaberdaten – zum Beispiel des Organisationsnamens, Vornamens, Nachnamens oder der Inhaber-E-Mail-Adresse – wird eine neue Verifizierung ausgelöst.
  4. Nicht zustellbare WHOIS-E-Mails: Falls frühere Erinnerungs-E-Mails der ICANN (z.B. zur Domain-Verlängerung) nicht zugestellt werden konnten, wird eine erneute Verifizierung gefordert.

Wichtig zu wissen: Hast du deine Kombination aus Name und E-Mail-Adresse bereits einmal erfolgreich verifiziert, musst du dies bei weiteren Domain-Registrierungen mit derselben Kombination nicht erneut tun. Die Verifizierung bleibt so lange gültig, bis du den Namen oder die E-Mail-Adresse änderst oder der Registrar Hinweise erhält, dass die E-Mail-Adresse nicht mehr gültig ist.

So läuft die Verifizierung bei easyname ab

Die Verifizierungs-E-Mails werden von unserem Registrar-Partner im Namen von easyname versendet. Die E-Mail wird an die im Domain-Kontakt hinterlegte E-Mail-Adresse des Domain-Inhabers geschickt und enthält einen Bestätigungslink.

Wichtig: Du hast ab dem Versand der E-Mail 16 Tage Zeit, um die Verifizierung durchzuführen. Erfolgt keine Bestätigung, werden alle Domains mit dieser Name/E-Mail-Kombination automatisch auf "Client Hold" gesetzt. Das bedeutet:

  • Deine Website ist nicht mehr erreichbar: Die Nameserver werden aus der TLD-Zone genommen, sodass die Domain nicht mehr aktiv im Internet erreichbar ist.
  • E-Mails werden nicht zugestellt: Alle an deine Domain gerichteten E-Mails werden abgewiesen.
  • Keine Löschung: Die Domain wird nicht gelöscht und bleibt in deinem Vertrag.
  • Updates möglich: Der Client Hold Status verhindert nicht ein Update, einen Transfer oder die Verlängerung einer Domain.

Um dich daran zu erinnern, werden regelmäßig automatische Erinnerungsnachrichten versendet, sofern die Bestätigung bis dahin nicht erfolgt ist.

Deine Website in besten Händen: Webhosting für dein Projekt.
 

Profitiere von ultraschnellen SSD-Servern, kostenloser SSL-Verschlüsselung und persönlichem Support. Mit easyname Webhosting bringst du deine Website in wenigen Minuten online – sicher, stabil und sorgenfrei.

Echte E-Mail oder Phishing? So erkennst du den Unterschied

Deine Vorsicht ist berechtigt: Phishing-E-Mails, die sich als offizielle Domain-Mitteilungen tarnen, sind leider keine Seltenheit. Hier sind die wichtigsten Merkmale, an denen du eine echte ICANN-Verifizierungs-E-Mail erkennst:

Merkmale einer echten Verifizierungs-E-Mail:

Absenderadresse: Die echte E-Mail kommt von einer legitimen Adresse deines Registrars.

Persönliche Ansprache: Die E-Mail enthält deine konkrete Domain und deine hinterlegten Kontaktdaten.

Sicherer Link: Der Bestätigungslink führt zu einer offiziellen Verifizierungsseite mit HTTPS-Verschlüsselung.

Professionelle Gestaltung: Keine Rechtschreibfehler, keine unprofessionelle Sprache, keine übertriebenen Dringlichkeitsappelle.

Warnsignale für Phishing:

Extreme Drohungen: Phishing-E-Mails arbeiten oft mit extremen Drohszenarien ("Deine Domain wird sofort gelöscht!") oder unrealistisch kurzen Fristen.

Zahlungsaufforderungen: Eine echte Verifizierungs-E-Mail fordert niemals zur Zahlung auf. Die Verifizierung ist immer kostenlos.

Verdächtige Absenderadressen: Absender wie "noreply@domain-verify.xyz" oder ähnlich aussehende, aber falsch geschriebene Domainnamen.

Allgemeine Ansprache: Fehlende oder nur sehr allgemeine Informationen zu deiner Domain.

Anhänge oder Downloads: Echte Verifizierungs-E-Mails enthalten keine Anhänge, die heruntergeladen werden müssen.

Was passiert, wenn du nicht verifizierst?

Nach Ablauf der 16-Tage-Frist ohne erfolgte Verifizierung werden alle Domains mit dieser Name/E-Mail-Kombination automatisch auf Client Hold gesetzt. Konkret bedeutet das:

  • Deine Website ist offline: Besucher erhalten eine Fehlermeldung.
  • E-Mails funktionieren nicht: Alle an deine Domain gerichteten E-Mails werden abgewiesen.
  • Keine Löschung: Die Domain bleibt in deinem Vertrag und wird nicht freigegeben.
  • Updates weiterhin möglich: Du kannst die Domain trotz Client Hold Status verlängern oder transferieren.

Reaktivierung: Du kannst die Domain jederzeit reaktivieren, indem du die Verifizierung, wie in der E-Mail beschrieben, nachholst. Falls die E-Mail-Adresse nicht mehr existiert oder du keinen Zugriff mehr darauf hast, musst du einen Inhaberwechsel einleiten, da nur so die E-Mail-Adresse aktualisiert werden kann.

Bei Fragen wende dich gerne an unser Support-Team – per E-Mail oder Telefon. Wir helfen dir gerne weiter und senden dir die Verifizierungs-E-Mail bei Bedarf erneut zu.

Praktische Tipps für den Umgang mit der Verifizierung

Überprüfe regelmäßig dein E-Mail-Postfach: Achte besonders nach einer Domain-Registrierung, einem Transfer oder nach Änderungen an deinen Kontaktdaten auf eingehende E-Mails.

Prüfe auch den Spam-Ordner: Automatisierte E-Mails landen manchmal fälschlicherweise im Spam. Markiere echte Verifizierungs-E-Mails als "Kein Spam", damit künftige Nachrichten durchkommen.

Handle zeitnah: Warte nicht bis kurz vor Ablauf der Frist. Je früher du verifizierst, desto sicherer bist du.

Halte deine Kontaktdaten aktuell: Stelle sicher, dass die in deinem easyname-Kundenkonto hinterlegte E-Mail-Adresse aktuell und regelmäßig abrufbar ist.

Im Zweifel: Kontakt aufnehmen: Bist du unsicher, ob eine E-Mail echt ist? Kontaktiere unser Support-Team. Wir überprüfen gerne gemeinsam mit dir, ob es sich um eine legitime Anforderung handelt. Klicke niemals auf Links in E-Mails, bei denen du dir nicht sicher bist.

Für Unternehmen: Informiere auch technische Ansprechpersonen oder IT-Verantwortliche über diese Verifizierung, damit wichtige E-Mails nicht übersehen werden.

Nimm die Verifizierung ernst

Die ICANN-Verifizierung ist keine Schikane, sondern eine sinnvolle Maßnahme für mehr Sicherheit und Transparenz im Internet. Auch wenn die E-Mails auf den ersten Blick verdächtig wirken können: Bei easyname kannst du sicher sein, dass diese Anforderungen legitim sind.

Prüfe Verifizierungs-E-Mails sorgfältig anhand der beschriebenen Merkmale und handle rechtzeitig innerhalb der 16-Tage-Frist. So vermeidest du nicht nur die unangenehme Erfahrung einer suspendierten Domain, sondern trägst auch zu einem sichereren Internet bei.

Hast du Fragen zur ICANN-Verifizierung oder bist du unsicher, ob eine E-Mail echt ist? Unser Support-Team steht dir jederzeit zur Verfügung – wir helfen dir gerne weiter!

Bewertung des Beitrages: Ø0,0

Danke für deine Bewertung

Der Beitrag hat dir gefallen? Teile ihn doch mit deinen Freunden & Arbeitskollegen

FacebookFacebook XX LinkedInLinkedIn WhatsApp WhatsApp