Wer seine Webanalyse unabhängig von Google Analytics betreiben will, kommt an Umami kaum vorbei. Die Open-Source-Lösung lässt sich selbst hosten, verzichtet auf Cookies und Third-Party-Tracking und liefert trotzdem aussagekräftige Nutzungsdaten. Mit Version 3.1.0 macht das Projekt einen deutlichen Sprung: Frei gestaltbare Dashboards, Session Replays, integriertes Performance-Monitoring über Core Web Vitals sowie eine erheblich erweiterte Filter- und Segmentlogik machen Umami zu einem ernstzunehmenden Werkzeug auch für anspruchsvollere Analyseanforderungen.

Inhaltsverzeichnis

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Was Umami als Webanalyse-Tool auszeichnet

Umami ist eine datenschutzfreundliche Alternative zu etablierten Tracking-Diensten. Die Software erfasst Seitenaufrufe und Events, ohne dass dafür Cookies gesetzt oder externe Tracking-Dienste eingebunden werden müssen. Das macht Umami besonders interessant, wenn du in der EU operierst und den Aufwand rund um Cookie-Banner und Consent-Management reduzieren willst. Da sich Umami vollständig selbst hosten lässt, behältst du die Kontrolle über sämtliche erhobenen Daten.

Die Zielgruppe reicht von Einzelentwicklern über Freelancer bis hin zu Agenturen und KMUs, die eine schlanke, aber funktionsstarke Analyse wollen, ohne auf proprietäre Cloud-Dienste angewiesen zu sein.

Boards: Frei konfigurierbare Dashboards für unterschiedliche Teams

Die auffälligste Neuerung in Version 3.1 sind die sogenannten Boards. Dabei handelt es sich um flexible Dashboard-Oberflächen, auf denen du Diagramme, Tabellen und Kennzahlen in einem frei gestaltbaren Raster zusammenstellen kannst. Jede Komponente lässt sich einer bestimmten Website zuordnen, live anpassen und anschließend im Team teilen oder duplizieren.

In der Praxis bedeutet das: Dein Marketing-Team kann ein Board für Kampagnen-KPIs pflegen, während das Produktteam parallel ein eigenes Board für Feature-Nutzung und Conversion-Raten betreibt. Die Boards lassen sich unabhängig voneinander konfigurieren und aktualisieren, ohne dass sich die Ansichten gegenseitig beeinflussen. Damit bewegt sich Umami funktional in Richtung spezialisierter BI-Werkzeuge, bleibt aber deutlich schlanker in der Handhabung.

Session Replay: Echte Nutzersitzungen nachvollziehen

Mit Session Replay führt Umami 3.1 eine Funktion ein, die bisher spezialisierten Tools wie Hotjar oder FullStory vorbehalten war. Die Funktion spielt reale Nutzersitzungen direkt im Browser nach und basiert technisch auf der Open-Source-Bibliothek rrweb. Aufgezeichnet werden Klicks, Scrollbewegungen und Eingaben, wobei du über konfigurierbare Maskierungsstufen festlegst, welche Inhalte sichtbar bleiben und welche ausgeblendet werden.

Das ist besonders nützlich, wenn du Abbrüche in Formularen, Checkout-Prozessen oder Onboarding-Flows analysieren willst. Statt nur zu sehen, dass ein Nutzer eine bestimmte Seite verlassen hat, kannst du nachvollziehen, was unmittelbar vorher passiert ist. Die Aufzeichnungen sind pro Besuch segmentiert und lassen sich nach Events filtern, sodass du gezielt nach bestimmten Verhaltensmustern suchen kannst.

Gerade wenn du einen Online-Shop oder eine Webanwendung betreibst, liefert Session Replay konkrete Hinweise auf UX-Probleme, die sich aus reinen Zahlen allein nicht ableiten lassen.

Core Web Vitals direkt in Umami messen

Bisher musstest du für die Überwachung der Core Web Vitals auf separate Tools wie Google PageSpeed Insights oder spezialisierte Monitoring-Dienste zurückgreifen. Umami 3.1 integriert diese Metriken jetzt direkt im Tracking-Skript und erfasst die folgenden Werte im Browser deiner Besucher:

MetrikAbkürzungWas sie misst
Largest Contentful PaintLCPLadezeit des größten sichtbaren Inhaltselements
Interaction to Next PaintINPReaktionszeit auf Nutzerinteraktionen
Cumulative Layout ShiftCLSVisuelle Stabilität während des Ladevorgangs
First Contentful PaintFCPZeit bis zum ersten sichtbaren Inhalt
Time to First ByteTTFBServerantwortzeit bis zum ersten übertragenen Byte

Die überarbeitete Performance-Ansicht stellt diese Werte übersichtlich dar und bewertet sie anhand etablierter Schwellenwerte. Du erkennst auf einen Blick, ob etwa blockierendes JavaScript auf Mobilgeräten die Interaktionszeiten verschlechtert oder ob dein Server zu langsam antwortet. Da die Messung auf echten Nutzerdaten basiert (Real User Monitoring), bilden die Werte das tatsächliche Erlebnis deiner Besucher ab und nicht nur synthetische Laborbedingungen.

Erweiterte Filter, Segmente und Funnel-Auswertungen

Die Filter- und Segmentlogik erhält in Version 3.1 einen erheblichen Ausbau. Neu sind ODER-Verknüpfungen zwischen Filterbedingungen, Regex-Operatoren sowie die Möglichkeit, bei Vergleichsoperatoren mehrere Werte gleichzeitig auszuwählen. UTM-Parameter stehen jetzt systemweit zur Verfügung, sodass du Kampagnen-Tracking direkt in Umami auswerten kannst, ohne die Daten vorher exportieren zu müssen.

Für komplexere Analysen bedeutet das: Du kannst Nutzersegmente über mehrere Kampagnen, Regionen oder Gerätetypen hinweg definieren und vergleichen. Funnels unterstützen jetzt außerdem Filter auf Event-Eigenschaften pro Einzelschritt sowie Wildcards in den Zieldefinitionen. Damit lassen sich mehrstufige Conversion-Pfade deutlich genauer abbilden als bisher.

Zusätzlich gibt es eine neue Filterdimension namens Distinct ID, flexible Zeitaggregation nach Stunde, Tag oder Monat sowie eine Download-Funktion für Berichte.

Überarbeitete Sharing-Funktionen

Die Share-Funktion wurde grundlegend überarbeitet. Du kannst jetzt granular steuern, welche Bereiche eines Dashboards freigegeben werden. Einzelne Sektionen wie Übersichtsseiten oder Event-Listen lassen sich gezielt ein- oder ausblenden. Share-Links können einen individuellen Namen erhalten, was die Verwaltung bei mehreren freigegebenen Ansichten erleichtert. Die geteilten Ansichten sind außerdem vollständig für Mobilgeräte optimiert.

Das ist praktisch, wenn du Auswertungen mit Kunden oder externen Stakeholdern teilen willst, ohne ihnen Zugriff auf die gesamte Umami-Instanz zu geben.

Technische Änderungen unter der Haube

Neben den sichtbaren Funktionen bringt Umami 3.1 einige relevante Änderungen in der Infrastruktur mit. Die Mindestanforderung für Node.js steigt auf Version 22, da das Release auf Prisma 7 setzt. Für die neuen Funktionen führt Umami automatisch Schema-Migrationen aus, unter anderem für Boards, Session Replay und die Sharing-Mechanismen.

Im Administrationsbereich wechselt das Projekt von react-intl zu next-intl und liefert vollständige Übersetzungen für 51 Sprachen. Mit dem neuen Design-System react-zen werden Navigation und Oberfläche vereinheitlicht. Die Teamfunktionen sind konsolidiert und um eine Redis-basierte Feature-Steuerung ergänzt.

Auf der Sicherheitsseite schließt das Release IDOR-Schwachstellen in Berichten und Segmenten und schränkt Share-Tokens stärker ein. Mehrere Abhängigkeiten mit bekannten Sicherheitslücken wurden aktualisiert. Performance-Verbesserungen durch Pagination-Limits und Cache-Control-Header runden das Update ab.

Zahlreiche Bugfixes betreffen die PostgreSQL-Kompatibilität, SQL-Abfragen, die Zeitzonenverarbeitung sowie den Tracker und die Oberfläche. Die vollständige Liste aller Änderungen findest du in den Release Notes auf GitHub.

Umami selbst hosten: Was du dafür brauchst

Umami lässt sich auf jedem Server betreiben, der Node.js 22 und eine PostgreSQL- oder MySQL-Datenbank bereitstellt. Für kleinere Websites reicht ein kompakter VPS vollkommen aus. Bei größerem Traffic oder mehreren Websites auf einer Instanz solltest du auf ausreichend Arbeitsspeicher und schnellen Festplattenzugriff achten, insbesondere wenn du Session Replay aktivierst, da die Aufzeichnungen zusätzlichen Speicherplatz beanspruchen.

Wenn du Umami auf einem eigenen Server betreiben möchtest, bieten dir die VPS Server von easyname eine solide Grundlage. Du bekommst Root-Zugriff, wählst deine Linux-Distribution und installierst Umami zusammen mit der benötigten Datenbank direkt auf deinem System. Für die Domain, unter der du dein Umami-Dashboard erreichst, findest du bei easyname die passende Domain-Registrierung.

Betreibst du parallel dazu eine Website oder einen Online-Shop, der mit Umami getrackt werden soll, kannst du diese auf dem Webhosting oder WordPress Hosting von easyname aufsetzen. Das Tracking-Skript von Umami wird einfach als kleines JavaScript-Snippet in den Header deiner Website eingebunden und funktioniert unabhängig vom verwendeten CMS oder Website-Baukasten.

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