Die E-Mail-Nachrichten-Warteschlange in Spam Control speichert eingehende E-Mails vorübergehend, wenn der Zielmailserver nicht erreichbar ist. E-Mails werden normalerweise direkt an den Zielserver zugestellt und nur bei vorübergehenden Zustellproblemen in eine Warteschlange gestellt.
E-Mails werden in Spam Control in die Warteschlange gestellt, wenn der Zielmailserver vorübergehend nicht erreichbar ist und der Empfänger als gültiger Empfänger bekannt ist.
Das kann zum Beispiel passieren, wenn der Zielmailserver kurzfristig offline ist, Netzwerkprobleme bestehen oder die Zielroute vorübergehend nicht erreichbar ist.
In diesem Fall nimmt Spam Control die Nachricht an und versucht später automatisch erneut, die E-Mail an den Zielmailserver zuzustellen.
E-Mails werden nicht in die Warteschlange gestellt, wenn der Zielmailserver die Nachricht dauerhaft ablehnt. Das ist typischerweise bei einem 5xx-Fehlercode der Fall.
Bei einem vorübergehenden Fehler erhält der sendende Mailserver in der Regel einen 4xx-Fehlercode. In diesem Fall sollte der sendende Mailserver die Nachricht selbst in eine Warteschlange stellen und die Zustellung später erneut versuchen.
Wenn der Zielmailserver als Catch-All für die Domain arbeitet, werden Empfänger nicht automatisch zwischengespeichert.
E-Mails werden in diesem Fall nur dann in die Warteschlange gestellt, wenn die gültigen Empfänger ausdrücklich in Spam Control hinterlegt wurden.
Die Warteschlange kann über das Webinterface von Spam Control geöffnet werden. Dort sehen Sie E-Mails, die aktuell auf eine erneute Zustellung warten.
Im Webinterface können Sie bei Bedarf auch manuell eine erneute Zustellung einer Nachricht aus der Warteschlange auslösen.
Nachrichten in der Warteschlange werden automatisch erneut zugestellt, wenn die Zustellung wegen eines vorübergehenden Problems mit dem Zielmailserver fehlgeschlagen ist.
Spam Control verwendet dafür ungefähr folgenden Wiederholungszeitplan:
Wenn eine Nachricht nach 4 Tagen nicht zugestellt werden konnte, gilt die Zustellung als endgültig fehlgeschlagen. Danach wird eine Unzustellbarkeitsmeldung an den Absender erzeugt.
Wenn diese Unzustellbarkeitsmeldung nicht sofort zugestellt werden kann, wird sie eingefroren. Die ursprüngliche Nachricht wird nach Ablauf der 4 Tage nicht weiter automatisch zugestellt.
Der Zeitraum von 4 Tagen entspricht dem üblichen Verhalten nach SMTP-Standard. Der Absender soll dadurch erfahren, dass seine Nachricht über längere Zeit nicht zugestellt werden konnte.
Eine Nachricht gilt als eingefroren, wenn sie weder an den Empfänger zugestellt noch an den Absender zurückgesendet werden kann.
Für eingefrorene Nachrichten werden keine automatischen Zustellversuche mehr durchgeführt.
Ein Superadministrator kann eingefrorene Nachrichten wieder freigeben und neue Zustellversuche erzwingen, wenn das ursprüngliche Problem behoben wurde.
Spam Control speichert bekannte gültige Empfänger bis zu 4 Tage zwischen. Dadurch können E-Mails für diese Empfänger angenommen und bei vorübergehenden Problemen mit dem Zielmailserver in die Warteschlange gestellt werden.
Wenn dieser Eintrag abgelaufen ist, werden neue E-Mails für diese Empfänger nicht mehr von Spam Control zwischengespeichert. Stattdessen wird die Nachricht vorübergehend abgelehnt, damit der sendende Mailserver die Zustellung später erneut versucht.
Wenn Sie die Funktion Lokale Empfänger verwenden, findet keine Zwischenspeicherung über den Empfänger-Cache statt. Spam Control akzeptiert dann weiterhin E-Mails für die angegebenen Empfänger und stellt sie bei vorübergehenden Zustellproblemen in die Warteschlange.
Wenn der Zielmailserver wieder erreichbar ist und die Empfänger korrekt eingerichtet sind, werden wartende Nachrichten automatisch erneut zugestellt.