Die Suchlandschaft hat sich 2025 so stark verändert wie selten zuvor. AI Overviews, KI-Chatbots und Zero-Click-Searches stellen Website-Betreiber vor völlig neue Herausforderungen. In unserem Cloud Leaders Webinar hat Sarah van den Berg, Senior SEO Managerin bei suxeedo, gemeinsam mit Timo Heinrich die wichtigsten SEO-Trends für 2026 analysiert. Hier sind die zentralen Erkenntnisse.

Inhaltsverzeichnis

Die neue Ausgangssituation: Was 2025 alles verändert hat

Seit März 2025 haben wir im DACH-Raum die Google AI Overviews – KI-generierte Suchergebnisse, die prominent über den organischen Treffern erscheinen. Das Ergebnis: In vielen Fällen sieht man im ersten Bildschirmbereich kein einziges organisches Suchergebnis mehr.

„Ich hatte Beispiele, wo man 15 Mal scrollen musste, um das erste organische Suchergebnis zu sehen", berichtet Sarah van den Berg. Diese Entwicklung führt zu immer mehr Zero-Click-Searches – Suchanfragen, die zu keinem Klick auf eine Website führen, weil die Antwort direkt in der Suchoberfläche gegeben wird.

Im Oktober 2025 kam dann der KI-Modus hinzu, der eine konversationale Suche direkt in Google ermöglicht. Nutzer können ihre Suchanfragen verfeinern und mit der Suchmaschine interagieren, ohne jemals eine Website zu besuchen.

GEO: Die neue SEO-Disziplin

Mit diesen Veränderungen ist eine neue Disziplin entstanden: Generative Engine Optimization (GEO), auch bekannt als AI-SEO oder KI-SEO. Doch wie neu ist diese Disziplin wirklich?

Die gute Nachricht: „Good SEO is good GEO" – so formulierte es Google selbst. Die meisten Maßnahmen, die für klassische Suchmaschinenoptimierung wichtig sind, helfen auch dabei, in KI-Chatbots und AI Overviews sichtbar zu werden.

Technische Grundlagen für KI-Sichtbarkeit

Die technischen Anforderungen sind größtenteils bekannte SEO-Basics:

  • Valide Robots.txt und Sitemap.xml
  • Wichtige Inhalte ohne JavaScript-Rendering verfügbar machen
  • Schnelle Seitenladegeschwindigkeit
  • Strukturierte Daten (Schema.org) – was früher die Kür war, ist jetzt Pflicht
  • Korrekte HTML-Auszeichnung mit H-Tags

Content-Anforderungen für KI-Systeme

Auf Content-Ebene gibt es einige Anpassungen:

  • Absätze mit klaren Zwischenüberschriften strukturieren
  • Kurze, prägnante Sätze verwenden
  • Saubere, nutzerfreundliche Verlinkung
  • Zusammenfassungen am Textanfang platzieren – KI-Tools lieben es, wenn das Fazit vorneweg kommt

Search Everywhere Optimization: SEO neu gedacht

Ein zentraler Trend für 2026 ist die Erweiterung des SEO-Begriffs zu „Search Everywhere Optimization". Statt nur für Google zu optimieren, müssen Unternehmen alle Touchpoints im Blick haben, an denen potenzielle Kunden suchen.

Dazu gehören:

  • Klassische Suchmaschinen wie Google und Bing
  • KI-Chatbots wie ChatGPT, Perplexity oder Claude
  • Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram und Pinterest
  • Fachportale und Branchenverzeichnisse
  • Reddit und Community-Plattformen

„Wo Social Media Management und SEO in manchen Unternehmen an ganz unterschiedlichen Enden des Flures sitzen, wird das in Zukunft nicht so bleiben können", erklärt Sarah van den Berg. Die strikte Trennung zwischen den Disziplinen löst sich auf.

Themenautorit schlägt Domainautorität

Eine wichtige Prognose für 2026: Die thematische Autorität einer Website wird wichtiger als die reine Domainautorität. Das bedeutet: Auch kleinere Websites haben die Chance auf gute Rankings, wenn sie für bestimmte Themen eine hohe Expertise aufbauen.

Diese Entwicklung eröffnet Chancen für Freelancer, Start-ups und spezialisierte Anbieter. Wer sich als Experte für ein klar definiertes Themenfeld positioniert und hochwertige Inhalte liefert, kann auch gegen große Player bestehen.

Ein praktisches Beispiel aus dem Webinar: Bei Cloud Leaders funktionieren Blogartikel zu den Kernthemen Hosting und Domains sehr gut. Artikel zu themenfremden Inhalten hingegen ranken kaum – ein Zeichen dafür, wie wichtig die thematische Fokussierung geworden ist.

Von EEAT zu EEATS: Ein neuer Qualitätsfaktor?

Das bekannte Google-Qualitätskonzept EEAT (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) könnte 2026 um einen weiteren Faktor erweitert werden: das „S" für Signals oder Sources.

Dahinter stecken zwei Aspekte:

  1. Kennzeichnung von Inhalten: Quellen und Autoren sollten sichtbar und nachvollziehbar sein
  2. Externe Signale: Off-Page-Faktoren wie Google Business Profile, Branchenbucheinträge und externe Verlinkungen spielen weiterhin eine wichtige Rolle

Besonders wichtig für KI-Systeme: Die Über-uns-Seite. Sie ist oft die erste Quelle, die KI-Chatbots nutzen, um Informationen über ein Unternehmen zu sammeln – und gleichzeitig eine der am schlechtesten gepflegten Seiten vieler Websites.

Agentic Shopping: Die Zukunft des E-Commerce

Anfang 2026 hat Google mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) einen neuen Standard für den E-Commerce vorgestellt. Das Ziel: Shopping direkt über KI-Chatbots ermöglichen, von der Produktrecherche über die Beratung bis zur Kaufabwicklung.

In den USA ist das bereits Realität. Der gesamte Kaufprozess kann in der KI-Oberfläche stattfinden, ohne dass der Online-Shop jemals besucht wird. Für Europa ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Entwicklung auch hier ankommt.

Für E-Commerce-Unternehmen bedeutet das: Das UCP-Thema sollte 2026 unbedingt im Auge behalten werden.

Personalisierte Suchergebnisse

Mit dem Feature „Preferred Sources" können Nutzer bald selbst festlegen, welche Quellen ihnen bevorzugt angezeigt werden sollen. Was für Nutzer komfortabel ist, stellt Websites vor neue Herausforderungen: Wer nicht als relevante Quelle wahrgenommen wird, fällt aus dem Sichtfeld.

Die Herausforderung: Neue Kennzahlen für eine neue Realität

Eine der größten Herausforderungen 2026 ist das Monitoring. Die klassischen SEO-Kennzahlen wie Rankings und Positionen funktionieren in der KI-Welt nur noch eingeschränkt:

  • In ChatGPT wird nicht mit einzelnen Keywords gesucht, daher gibt es keine klassischen Rankings
  • AI Overviews sind extrem volatil – dieselbe Suchanfrage kann zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen
  • Die Zuordnung von Traffic und Conversions zu KI-Quellen ist oft ungenau

Was gemessen werden kann:

  • Ob die eigene Marke in KI-Ergebnissen vorkommt
  • Traffic aus KI-Systemen (mit Einschränkungen bei der Genauigkeit)
  • Konkrete Prompt-Listen für die eigene Domain tracken
  • Technische Crawlbarkeit für KI-Bots prüfen

„Aktuell geht es im GEO-Bereich nicht ausschließlich um Rankings, sondern eher um Trends im Bereich Sichtbarkeit und Relevanz", fasst Sarah van den Berg zusammen.

SEO-Prioritäten 2026: Das Fazit

Strategie

  • Nicht ausschließlich auf Google fokussieren
  • Alle relevanten Touchpoints nutzergerecht bespielen
  • Klare thematische Positionierung entwickeln

Content

  • Qualität vor Quantität
  • Inhalte so strukturieren, dass sie für KI-Systeme zitierbar sind
  • High Intent Content produzieren – Inhalte, die über reine Information hinausgehen und echten Mehrwert bieten

Technik

  • Zurück zu den SEO-Basics: PageSpeed, JavaScript-Handling, strukturierte Daten
  • Strukturierte Daten sind nicht mehr Kür, sondern Pflicht
  • Website für KI-Crawler optimieren und deren Zugriffe monitoren

Das Wichtigste zum Schluss

Die Suchrealität hat sich fundamental verändert, aber SEO ist nicht tot – es transformiert sich. Wer die Grundlagen beherrscht, profitiert auch in der KI-Welt. Der Schlüssel liegt darin, Inhalte so aufzubereiten, dass sie sowohl für Menschen als auch für KI-Systeme wertvoll sind.

Die gute Nachricht für alle, die solide SEO-Arbeit leisten: Die meisten Maßnahmen, die für Google wichtig sind, helfen auch in der neuen KI-geprägten Suchlandschaft. Oder wie es Google selbst formuliert: Good SEO is good GEO.

Dieses Webinar wurde im Rahmen der Cloud Leaders Webinar-Reihe durchgeführt. Cloud Leaders ist die Kompetenzmarke der group.one für digitale Weiterbildung im Cloud- und Hosting-Bereich. Alle Webinare findest du unter cloudleaders.de/webinare.

Du findest die Aufzeichung und die Präsentation hier.

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